Was bleibt vom Gelernten?

José Biondi im InterviewMit der Rückkehr aus Bielefeld war das Experiment noch nicht vorbei. Das durften die Studenten aber nicht wissen. Zurück in Dresden stand für sie wieder normaler Unterricht auf dem Programm, aus dem sie eines Tages einzeln herausgebeten wurden.

Erfassung der Behaltensleistung durch Retentionstest

Erfolgreiches Lernen bedeutet u. a., dass das Gelernte auch nach einer gewissen Zeit noch vorhanden ist. Um die langfristigen Effekte des Lernprozesses zu untersuchen, führte das Projektteam knapp zwei Wochen nach der Lernaufgabe in Bielefeld einen Retentionstest in Dresden durch. Da einige Studenten an diesem Tag krank bzw. verletzt waren, nahmen nur 13 der 18 Tänzer an dem Test teil. Sie wurden gebeten, sich an die beiden Bewegungsfolgen, die sie in Bielefeld gelernt hatten, zu erinnern und diese noch einmal zu tanzen. Dabei wurden sie auf Video aufgenommen und erhielten anschließend noch einmal Fragebögen. Diese enthielten Fragen dazu, wie gut sie sich an die Sequenzen erinnern konnten und auf welche Art und Weise sie sich erinnerten.

Einzelne Abschnitte und fehlerlose Reproduktion

Das Ergebnis der Retention waren verschiedenste Varianten des in Bielefeld gelernten Materials. Diese reichten von der Erinnerung an kleine Abschnitte aus den Sequenzen bis hin zur fehlerlosen Reproduktion des gesamten Materials. Prof. José Biondi führte den Retentionstest durch. Im Interview, das wir im Dezember 2013 mit ihm führten, berichtet er vom Ablauf des Tests und seinen Beobachtungen.

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